Wer erinnert sich nicht an Weihnachten 1999 als der Sturm Lothar grosse Schäden anrichtete und weite Waldgebiete verwüstete ? Viele dieser Schäden sind noch immer zu sehen und es wird noch lange dauern bis sie aufgeräumt sind.

Aber an vielen Stellen ist aufgeräumt worden und der neue Wald kann wachsen. Hier hat der Zivilschutz gezeigt, dass es für ihn auch praktische Anwendungsmöglichkeiten gibt.

Viele Leute meinen immer noch, dass man im Zivilschutz nur im Bunker herumhockt und Betten aus Dachlatten zusammennagelt. Mag sein, dass es noch solche Aktivitäten gibt, aber das ist nicht mehr besonders Zeitgemäss. Der Zivilschutz befindet sich in einer Umwandlung. Es geht nicht mehr in erster Linie um den Schutz der Bevölkerung vor Krieg, sondern vermehrt um den Schutz vor Naturereignissen und vor von Menschen verursachten Katastrophen.

Die ganzen Strategien, die während des kalten Krieges entstanden sind (bis hin zum Schutz vor einem Atomschlag), sind heute veraltet. Die Welt hat sich verändert. Frühere Feinde sind Freunde geworden, dafür haben sich andere Gefahren ergeben.

Auf diese neuen Gefahren ist der Zivilschutz heute ausgerichtet. Er unterstützt Feuerwehr, Polizei, und Armee bei Notlagen. Und manchmal hilft er auch um Schäden an Natur und Landschaft zu beheben....

Aufräumen im Schlieremer Wald nach Lothar 1999
Die starken Unwetter von 2000 haben die ansonsten friedlichen Bäche zu Wildwassern werden lassen.
Wir stehen alle knietief im Dreck aber keiner beklagt sich, denn die Arbeit ist sinnvoll und macht erst noch Spass. Es ist wieder wie früher... Bäche stauen! Nur diesmal mit schwerem Gerät und Zustimmung vom Förster.
Da hat sich die Bettenbau-Praxis doch noch bezahlt gemacht. Ein regenfester Unterstand mitten im Wald ist Gold wert. Man möchte doch wenigstens das Znünibrot essen können ohne dass es nass wird.
Wo vorher die Hänge rutschten und sich der Bach metertief in die Erde eingegraben hat, liegen jetzt schwere Eichenstämme und verhindern in Zukunft, dass noch mehr Boden weggespült wird.
Sieht dieser Bach nicht schön aus ? Kein Vergleich zu dem wie es vorher ausgesehen hat.

Das schöne daran ist, dass wir etwas gebaut haben, das viele Jahre bestehen wird. Jedesmal wenn wir in den Wald gehen, werden wir uns an "unsere" Verbauungen erinnern. Hoffentlich halten sie auch so gut wie sie sollten.

Auch die Tageszeitungen sorgen dafür, dass die Arbeit, die der Zivilschutz leistet, bekannt gemacht wird. Hoffentlich wird bald auch dem Letzten klar, dass die Leute vom Zivilschutz eine brauchbare Truppe sind.
Link zum Zivilschutz Schlieren